Schizophrenie & Psychotische Störungen
Eine psychotische Erkrankung kann für Betroffene und Angehörige zutiefst verunsichernd sein.
Gleichzeitig gibt es heute gute Möglichkeiten, Stabilität und Lebensqualität wiederzugewinnen.
Schizophrenie ist eine komplexe psychische Erkrankung, die die Wahrnehmung, das Denken und das Erleben der eigenen Identität tiefgreifend verändern kann.
Entgegen weit verbreiteter Mythen hat sie nichts mit einer „gespaltenen Persönlichkeit“ zu tun.
Vielmehr handelt es sich um eine neurobiologische Störung, bei der das Gehirn Informationen und Reize aus der Umwelt zeitweise nicht mehr richtig filtern und einordnen kann.
Die typischen Symptomgruppen:
Positiv-Symptomatik
(Überschuss)
Hierunter fallen Halluzinationen (meist das Hören von Stimmen), Wahnvorstellungen (z. B. das Gefühl, beobachtet oder beeinflusst zu werden) sowie Denkzerfahrenheit.
Diese Erlebnisse fühlen sich für die Betroffenen absolut real an.
Negativ-Symptomatik
(Mangel)
Diese zeigt sich durch einen Rückzug aus sozialen Kontakten, Antriebslosigkeit, eine Verflachung der Gefühle oder Spracharmut.
Dies wird oft missverstanden oder als mangelnder Wille fehlinterpretiert.
Kognitive Einschränkungen:
Konzentrationsschwierigkeiten, Probleme bei der Planung des Alltags oder Gedächtnisstörungen können auftreten und die Lebensgestaltung erschweren.
Mein Behandlungsansatz:
Die Therapie der Schizophrenie erfordert ein engmaschiges und spezialisiertes Vorgehen.
In meiner Praxis biete ich Unterstützung in den stabilen Phasen der Erkrankung an:
Psychoedukation:
Wir erarbeiten ein gemeinsames Verständnis für die biologischen und psychologischen Hintergründe der Erkrankung.
Das Wissen um Frühwarnsignale hilft, Rückfälle rechtzeitig zu erkennen und zu verhindern.
Kognitive Verhaltenstherapie
(KVT):
Wir entwickeln Strategien, um mit weiter bestehenden Beschwerden (wie z. B. verunsichernden Gedanken) besser umzugehen.
Alltagsstrukturierung & Rehabilitation:
Wir arbeiten an der Wiedergewinnung Ihrer sozialen und beruflichen Handlungsfähigkeit.
Kleine, erreichbare Ziele stehen hierbei im Fokus.
Einbezug des Umfelds:
Auf Wunsch beziehe ich Angehörige in die Beratung ein, um das gegenseitige Verständnis zu fördern und das häusliche Unterstützungssystem zu stärken.
Auch Angehörige erleben psychotische Episoden oft als sehr belastend und hilflos machend.
Ein verständnisvoller und stabiler Umgang im Umfeld kann wesentlich zur Stabilisierung beitragen.
Wichtiger Hinweis:
Eine psychotherapeutische Behandlung findet bei Schizophrenie in der Regel ergänzend zu einer fachärztlich-psychiatrischen (medikamentösen) Therapie statt, um eine bestmögliche Stabilität zu gewährleisten.