Dissoziative Störungen
(Depersonalisation & Derealisation)

Dissoziation ist ein faszinierender, aber für Betroffene oft beängstigender Schutzmechanismus der Psyche.

In Momenten extremer Überforderung oder bei traumatischen Erlebnissen „spaltet“ das Gehirn Informationen, Gefühle oder die Wahrnehmung ab, um das Überleben zu sichern.

Dissoziation ist ein Schutzmechanismus der Psyche, der in Momenten extremer Überforderung oder traumatischer Erfahrungen entsteht.

Das Gehirn „spaltet“ dabei Wahrnehmungen, Gefühle oder Erinnerungen ab, um das Überleben zu sichern.

Was im Moment der Gefahr hilfreich war, kann sich später verselbstständigen und dazu führen, dass man sich im Alltag plötzlich von sich selbst oder der Umwelt entfremdet fühlt.

Typische Symptome und Erlebensweisen:

  • Depersonalisation:

Das Gefühl, außerhalb des eigenen Körpers zu stehen oder sich wie ein Roboter oder „neben sich stehend“ zu erleben.

Der eigene Körper oder die eigenen Gedanken fühlen sich fremd oder unwirklich an.

  • Derealisation:

Die Umgebung wird als künstlich, nebelig, weit entfernt oder wie „hinter einer Glasscheibe“ wahrgenommen.

Bekannte Orte oder Menschen wirken plötzlich fremd oder leblos.

  • Dissoziative Amnesie:

Erinnerungslücken für bestimmte Zeiträume oder Ereignisse, die über normales Vergessen hinausgehen.

  • Innere Wechselzustände:

Das Gefühl, dass verschiedene Anteile der Persönlichkeit gegeneinander arbeiten oder man sich in verschiedenen Situationen wie ein völlig anderer Mensch fühlt.

Mein therapeutischer Ansatz:

In der Behandlung geht es darum, die „abgespaltenen“ Anteile wieder sicher zu integrieren und das Gefühl für die Realität zu festigen.

Stabilisierung & Erdung
(Grounding):

Wir erlernen ganz praktische Techniken, um Sie im Hier und Jetzt zu halten, wenn ein dissoziativer Zustand droht
(z. B. über Sinnesreize, Atemtechniken oder Körperarbeit).

Verstehen des Schutzmechanismus:

Wir würdigen die Dissoziation als frühere Überlebensstrategie.

Das Verständnis für das „Warum“ nimmt oft die Angst vor den Symptomen („Ich werde nicht verrückt“).

Traumabearbeitung:

Da Dissoziationen oft auf unverarbeitete Traumata zurückzuführen sind, arbeiten wir behutsam an den zugrunde liegenden Ursachen, sobald eine ausreichende Stabilität erreicht ist.

Integration & Selbstfürsorge:

Wir fördern einen behutsamen inneren Kontakt zwischen den verschiedenen Anteilen Ihres Erlebens, um ein Gefühl von Ganzheit und innerer Sicherheit zurückzugewinnen.

Ziel der Therapie ist nicht, etwas „Falsches“ aus Ihnen zu entfernen, sondern dass Sie sich wieder sicher, verbunden und wirklich im eigenen Leben anwesend fühlen können.