ADHS & ADS im Erwachsenenalter
(Hyperkinetische Störungen)

ADHS im Erwachsenenalter ist oft eine „unsichtbare“ Belastung.

Während die körperliche Hyperaktivität aus der Kindheit meist in eine quälende innere Unruhe übergeht, rücken im Erwachsenenalter Schwierigkeiten in der Selbstregulation und Organisation in den Vordergrund.

Viele Erwachsene mit ADHS erleben jahrelang das Gefühl, trotz großer Anstrengung ihr Potenzial nicht ausschöpfen zu können.

Typische Symptome und Herausforderungen:

  • Aufmerksamkeitsstörung:

Schnelle Ablenkbarkeit, Schwierigkeiten beim Priorisieren und das Gefühl, Aufgaben nicht zu Ende führen zu können
(chronisches Aufschieben, Prokrastination).

  • Innere Unruhe:

Ein ständiges Gefühl des Getriebenseins, Konzentrationsverlust bei Routineaufgaben und Schwierigkeiten zu entspannen.

  • Impulsivität:

Emotionale Achterbahnfahrten, vorschnelles Handeln oder Reden und eine oft geringe Frustrationstoleranz.

  • Exekutive Funktionen:

Probleme im Zeitmanagement, bei der Strukturierung des Alltags oder eine chronische Vergesslichkeit.

Viele Betroffene erhalten ihre Diagnose erst im Erwachsenenalter, da die Symptome lange als persönliche Schwäche, Stress oder Depression missverstanden wurden.

So arbeiten wir gemeinsam daran:

In meiner Privatpraxis betrachten wir ADHS nicht nur als Diagnose, sondern als eine besondere Form der Informationsverarbeitung.

Unsere Zusammenarbeit basiert auf drei Säulen:

Psychoedukation:

Wir klären auf, wie Ihr Gehirn arbeitet, um das lebenslange Gefühl, ständig hinter den eigenen Möglichkeiten zurückzubleiben, durch Selbstakzeptanz zu ersetzen.

Strategietraining:

Wir entwickeln ganz praktische Strukturierungshilfen, Reizmanagement, Zeitplanung und Routinen für Ihren individuellen Alltag.

Emotionsregulation:

Mit Methoden der Verhaltenstherapie lernen Sie, impulsive Gefühlsstürme frühzeitig zu erkennen und sicher zu steuern.

Ziel ist es, Ihre neurobiologischen Besonderheiten (wie Kreativität, Hyperfokus und Begeisterungsfähigkeit) wieder als Ressourcen zu nutzen und gleichzeitig die chronische Erschöpfung zu reduzieren und einen stabileren Umgang mit Selbstzweifeln zu entwickeln.